Generative und agentische KI hat in zwei Jahren mehr zur Umgestaltung der Märkte beigetragen als im gesamten vorangegangenen Jahrzehnt der digitalen Transformation. Unternehmen überdenken nicht nur ihre Prozesse, sondern auch ihre Geschäftsmodelle – wie sie Werte schaffen und wofür Kunden bezahlen.

KI hat die Werkzeuge verändert, jetzt verändert sie die ArbeitVictoria Stasik, Senior Advisor bei einem internationalen Beratungsunternehmen, hilft Unternehmen, aus diesen Veränderungen Kapital zu schlagen – vom Eintritt in neue Marktsegmente bis hin zur Neugestaltung von Produktportfolios im KI-Zeitalter.

„Dieser Wandel beschränkt sich nicht nur auf Technologieunternehmen – er betrifft jede Branche“, bemerkt Victoria. „Wo der Wettbewerbsvorteil früher durch den Zugang zu Informationen oder die Geschwindigkeit der Verarbeitung zustande kam, sind heute die Gewinner diejenigen, die wissen, wie man die richtigen Fragen stellt und schnell agiert.“

Im Laufe ihrer Karriere hat Victoria Projekte in mehreren Regionen geleitet. Sie begann ihre Beraterkarriere in EMEA – zunächst in Europa, dann bei Kunden im Nahen Osten und führt jetzt Projekte in den USA durch. Ihre Erfolgsbilanz umfasst Dutzende von Engagements in verschiedenen Branchen, darunter Finanzdienstleistungen, Software program und Telekommunikation.

„Wenn der Zugang zu Daten und Analysen kein Hindernis mehr darstellt, verlagert sich die Quelle des Wettbewerbsvorteils“, erklärt Victoria. „Heutzutage gehen die größten Bedrohungen für Unternehmen oft nicht von direkten Konkurrenten aus, sondern von KI-nativen Akteuren, die schneller und kostengünstiger liefern können. Wofür Kunden derzeit einen Aufpreis zahlen, ist ein schärferes Urteilsvermögen, Fachwissen und Geschwindigkeit – nicht der Zugang zu Informationen.“

Eines der wegweisenden Projekte von Victoria warfare die Entwicklung einer Wachstumsstrategie für Portfoliounternehmen eines Personal-Fairness-Fonds. Mit ihrem Crew arbeitete sie mit mehr als 20 Unternehmen in der Skalierungsphase zusammen, von denen erwartet wurde, dass sie innerhalb von zwei bis drei Jahren ein nachhaltiges Wachstum erzielen. Die Ergebnisse resultierten aus der Anpassung bewährter Methoden an den spezifischen Kontext jedes Marktes und Unternehmens – der Identifizierung ungenutzter Preissetzungsmacht, der Neugestaltung von Verkaufsanträgen für neu eingeführte KI-Funktionen und der Umstrukturierung von Kanalanreizen zur Beschleunigung der Einführung.

Gleichzeitig stellt sich Victoria häufig Herausforderungen ohne vorgefertigte Lösungen – insbesondere wenn Kunden in neue, unbekannte Marktsegmente vordringen. Bei diesen Projekten müssen Strategen strenge Analysen mit Instinct in Einklang bringen, indirekte Signale lesen und nach Indikatoren suchen, die herkömmliche Analysen nicht erfassen können.

„Ich habe das aus erster Hand erlebt, als ich für ein großes US-amerikanisches Technologieunternehmen gearbeitet habe“, erinnert sich Victoria. „Sie waren der klare Marktführer in ihrer Kategorie, was bedeutete, dass es kein Spielbuch gab, dem wir folgen konnten. Wir mussten es selbst schreiben. Wettbewerbs-Benchmarking würde nicht helfen – es gab niemanden, der ihnen voraus warfare, mit dem wir vergleichen konnten. Deshalb haben wir uns auf schnelles Experimentieren konzentriert – Hypothesen testen, Markt-Suggestions einholen und die Strategie anpassen, wie wir gelernt haben. Wenn man sich in einer First-Mover-Place befindet, ist eine durch schnelle Iterationen verstärkte Instinct oft wertvoller als das Warten auf perfekte Daten.“

Immer mehr Unternehmen integrieren KI direkt in ihre Produkte – nicht nur in ihre Prozesse – und schaffen so neuen Mehrwert für Kunden und differenzieren sich von der Konkurrenz. Das ist genau die Artwork von Arbeit, die Victoria übernimmt. Kürzlich arbeitete sie für ein globales Unternehmen für professionelle Dienstleistungen – zunächst führte sie ausführliche Interviews mit Kunden, um deren Bedürfnisse und die Stärken bestehender Angebote zu ermitteln, und arbeitete dann mit der Geschäftsleitung zusammen, um einen frühen Produktprototyp für die Markteinführung zu entwickeln.

Victoria nutzt KI in ihrer eigenen Arbeit – und sieht, dass sie die Artwork und Weise verändert, wie Beratung Werte schafft. „Zugang zu Informationen und Analysegeschwindigkeit sind keine Wettbewerbsvorteile mehr – weder für Unternehmen noch für Experten“, stellt sie fest. „Was zählt, ist die Fähigkeit, Daten auf einen bestimmten Kontext anzuwenden – und Entscheidungen auf der Grundlage von Expertenmeinungen zu treffen.“

„Marktforschung und Berichtserstellung werden zu Standardkompetenzen. Bei professionellen Dienstleistungen eröffnet dies erhebliche Möglichkeiten für die Automatisierung – insbesondere in der Forschung und bei standardisierten Materialien“, sagt Victoria. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, bauen Dienstleistungsunternehmen hybride Arbeitskräfte auf: Accenture setzt beispielsweise KI-Agenten neben menschlichen Groups in großem Maßstab ein, sodass sich Experten auf das konzentrieren können, was Algorithmen nicht leisten können – Urteilsvermögen in kritischen Kontexten anwenden, Stakeholder auf schwierige Kompromisse abstimmen und Verantwortung für Ergebnisse übernehmen. Infolgedessen wechseln Beratungsunternehmen zunehmend zu einer ergebnisbasierten Preisgestaltung, weg von traditionellen Stundenmodellen.“

Die Strategiearbeit führte Victoria zu einer ganz anderen Herausforderung. Entscheidungen, bei denen viel auf dem Spiel steht, stellen jede Führungskraft auf die Probe – für Frauen ist der Weg jedoch steiler, da sie häufig mit dünneren Unterstützungssystemen zurechtkommen. Untersuchungen zeigen, dass Frauen über kleinere Peer-Netzwerke verfügen, weniger Vorbilder vor sich haben und eher das Gefühl haben, dass sie sich immer wieder beweisen müssen. Für Victoria führte die nähere Betrachtung dieses Musters über Kundenprojekte hinaus.

Eine dieser Initiativen ist Girls in Management, ein gemeinnütziges Programm innerhalb des Unternehmens, das darauf abzielt, das Führungspotenzial von Frauen in Technologieunternehmen – Telekommunikations-, Software program- und Technologiedienstleistungsunternehmen – zu fördern. Victoria half beim Aufbau des Lehrplans für die erste Kohorte von 20 weiblichen Führungskräften – eine Gruppe, die im ersten Jahr zwei Beförderungen für Führungskräfte hervorbrachte. Im Mittelpunkt des Programms steht die Gemeinschaft – ein Raum zum Erfahrungsaustausch, zum Austausch von Ratschlägen und zum Aufbau dauerhafter Verbindungen.

„Frauen stehen vor systemischen Barrieren, die sich mit der Zeit verstärken. Jede verpasste Likelihood auf Aufstieg, Sponsoring oder Sichtbarkeit verengt die Pipeline weiter“, sagt Victoria. „Wenn Unternehmen nach Führungskräften suchen, ist der Pool weiblicher Kandidaten bereits drastisch reduziert. Das ist kein Pipeline-Drawback an der Spitze – es ist ein systemisches Drawback, das viel früher beginnt.“

Wenn sie über ihre eigenen Herausforderungen nachdenkt, gibt Victoria zu, dass sie ihr Potenzial lange Zeit unterschätzt hat. „Es fällt mir immer noch schwer zuzugeben, dass ich unter dem Hochstapler-Syndrom leide“, sagt sie. „Durch Gespräche mit anderen weiblichen Führungskräften habe ich gesehen, wie viele mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind. Es verändert die Artwork und Weise, wie man sich selbst sieht. Deshalb ist es so wichtig, Räume zu schaffen, in denen Frauen offen über Herausforderungen diskutieren, Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig unterstützen und ihre Karriere vorantreiben können.“

Was verbindet es? Für Victoria ein paar Leitprinzipien: Klarheit vor Geschwindigkeit, echte Wachstumshebel gegenüber eleganten Modellen, Instinct dort, wo keine Daten vorhanden sind, und bewährte Ansätze dort, wo Märkte ausgereift sind. In einer Welt, in der Unsicherheit zur Norm geworden ist, ist diese Fähigkeit, einen klaren Kopf zu bewahren, sich schnell anzupassen und die Ergebnisse zu bestimmen, ihrer Ansicht nach der entscheidende Wettbewerbsvorteil – für Unternehmen und Führungskräfte gleichermaßen.


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Von admin

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